Bildung

Etherpad zur Ergebnissicherung

Capture Etherpad

Ich habe im Rahmen des Seminars Visualisieren und Präsentieren (für Lehramt) eine Gruppe von Studierenden bequatscht das Etherpad mit in Ihre Gestaltung einer 60 minütigen Einheit im Blockseminar aufzunehmen und möchte hier meine Erfahrung von heute beschreiben.
Das Thema der Studierendengruppe war die Ergebnissicherung. Mir selber schwebte die Idee, Präsenzveranstaltungen mit dem Etherpad zu dokumentieren schon einige Zeit vor. Vorbild dafür war die kollaborative Dokumentation von Sessions auf den #Educamps, welche ich immer sehr gut finde und diese heute auch noch in meinem Wiki eingebunden habe. Ich habe den Studierenden das Tool, welches sie nicht kannten vorab vorgestellt und ihnen die grundlegende Idee erklärt. Wie sie dies in ihre eigene Planung integrieren habe ich ihnen selber überlassen.
Das Setting ist auch schnell beschrieben. Die Studierenden haben ihren KommilitonInnen das Tool kurz erklärt und über den Beamer gezeigt und sie dazu aufgefordert das Etherpad auf Ihrem eigenen Computer zu öffnen. Dank der LTI Integration in die OLAT Plattform der TU Kaiserslautern konnten sich die Studierenden schnell einloggen und mussten das Pad nicht lange suchen.

Die Erklärung der Vortragenden beinhaltete dann die grundlegenden Funktionen eines Etherpads, wie Fettschreibung, Bulletpoints, den Chat und die Tatsache, dass man das geschriebene anderer Studierender löschen könnte. Somit wurde sofort wild losgeschrieben und gelöscht. Aber es legte sich auch wieder. Dennoch, darauf waren die Vortragenden nicht gefasst. Ich hatte das auch nicht erwartet. Die Möglichkeit und meiner Meinung nach die Stärke eines Etherpads, die Dikumentation der anderen Studierenden zu ergänzen wurde leider nicht erwähnt.

Da wir ja an einer Technischen Universität sind, ist die WLAN Signalstärke in unserem Seminarraum leider schlecht und eduroam mehr schlecht als recht nutzbar. Zudem hatte nicht jeder Studierende ein Notebook o.Ä. dabei. Dies war so geplant und so wurden diejenigen die konnten, dazu aufgefordert im Etherpad zu dokumentieren alle anderen sollten mit Stift und Papier auf „normalem“ Wege mitschreiben.
Darauf folgte ein kurzer Vortrag von vielleicht fünf Minuten, welcher viele Fakten enthielt und somit viel Stoff zum mitschreiben bot.

Zu Anfang des Vortrags zögerten die Studierenden noch bis endlich jemand die ersten Zeichen in das Pad schrieb und somit die Anderen sich auch trauten.
Die Vortragenden projezierten das Etherpad dabei die gesamte Zeit über an die Wand, sodass jeder im Raum verfolgen konnte, wer jetzt was schrieb. Im Ergebnis haben die Studierenden jeweils ein oder zwei Fakten aufgeschrieben und somit pflichtbewusst ein paar Zeilen zusammen bekommen.

Capture Etherpad

Anschließend gab es eine Diskussion darüber, welche Art des „Mitschreibens“ besser sei. Sie fiel nicht gerade pro Etherpad aus. Allerdings glaube ich, dass hier die Idee des kollaborativen Dokumentierens verfehlt bzw. verfälscht und dadurch nicht verstanden wurde. Abgesehen von der Tatsache, dass der Einstieg in den Faktenvortrag fließend war und nicht so ganz klar war ob es nun schon begonnen hatte, war den Studierenden scheinbar gar nicht klar was sie aufschreiben sollten. Sie wussten aber, dass sie den Text ihrer KommilitonInnen löschen könnten, wenn Sie wollten. Der direkte Vergleich mit der persönlichen Mitschrift scheitert meiner Meinung nach hier bereits daran, dass durch ein Etherpad die Dokumentationslast von einem müssen für jeden in ein Können verwandelt wird. So kann jeder potentiell die Aspekte mitschreiben die für wichtig erachtet werden. Das kann von der Grundstruktur bis zu Einzelheiten gehen. Aber auch konkrete Dokumentationsaufträge wären möglich – Gruppe 1 notiert bitte Fragen zum Vortrag, Gruppe 2 notiert die wichtigsten Eckdaten. So oder so ähnlich.
An dem Punkt habe ich via Smartphone, da das Lehrstuhlnotebook sich dem WLAN verweigerte, angefangen strukturierende Elemente, wie Überschriften etc einzufügen. Den Namen des irre wichtigen Dozenten im Etherpad zu sehen hat ggf. auch zu etwas mehr Verwirrung und Zurückhaltung geführt. Dann war der Vortrag auch schon zu Ende.

Interesannter Weise, hat einer der Vortragenden das Etherpad später, als eine andere Gruppe dran war, dazu genutzt mitzuschreiben und die Ergebnisse anschließend in ein Word Dokument zu exportieren. Ich habe mich dann beteiligt und konnte die eine oder andere Fehlinformation (Das Thema OER wurde leider gar nicht von den Vortragenden verstanden) korrigieren und ergänzen.

Mein Fazit daraus ist, dass das Etherpad auch in der Hochschule und ggf. auch in der Schule das Potential hat gut als Ergebnissicherungsmethode zu funktionieren aber eine geeignete Einführung und klare Arbeitsaufträge benötigt. Für das nächste Experiment sollen also die Instruktionen gezielter sein und eine ausführlichere Heranführung an den Umgang und die Funktionen des Etherpads erfolgen, die ggf. mit Übungsaufgaben den Studierenden klar macht, wie die Funktionsweise eines Etherpads ist. Außerdem will ich damit eine komplette Seminarreihe begleiten, was Raum schaft für eine gute Einführung. Die nächste Möglichkeit wird sich hoffentlich in einem internationalen Kontext mit online Seminaren/Vorträgen ergeben.

Promotion

Promovieren also, wirklich jetzt.

So langsam will ich das Projekt Promotion in der Pädagogik mal stärker vorantreiben als bisher und gleichzeitig mein Blog mal wieder beleben.
Im Blog will ich also demnächst versuchen halbwegs regelmäßig über mein vorankommen oder auch nicht vorankommen zu reflektieren.
Zur Info für die Massen an Lesern die das nicht wissen, ich arbeite an der TU Kaiserslautern und bin zum einen im ESRALE Projekt und im Lehrgebiet Pädagogik tätig.

Der Plan ist also ab sofort möglichst regelmäßig hier Beiträge zu schreiben und hoffentlich etwas Rückmeldung zu bekommen.
Regelmäßig, klingt ambitioniert, ist es auch. Ich bin gespannt ob das klappt, auch ohne Ironblogger o.Ä. im Hintergrund.

Also nächste Woche stelle ich mal mein bisher geplantes Thema vor. Mitte September bin ich dann eine Woche in Belgrad auf der ESRALE summer academy und werde mich dort intensiv um mein Thema kümmern und den Austausch mit anderen studierenden aus Europa nutzen.

Technik

Anonabox – spannende Hardware aber unterstützungswürdig?

Ich verfolge Kickstarter Projekte ja nur, wenn sie mir in meiner Timeline in irgendeiner Weise auffallen. Also eigentlich keine.
Die Anonabox fiel mir aber auf. Sie ist klein, wird via MicroUSB mit Strom versorgt und soll automatisch eine Verbindung zum TOR Netzwerk herstellen um die Identität des Nutzers zu verschleiern.

Im Grunde habe ich gerade andere Dinge zu tun, aber da ich momentan jeden Tag drölf bis 100 Spam Meldungen vom Blog lösche dachte ich, kann ich auch mal was hier einstellen, was ich interessant finde. Eben die Anonabox (Übrigens, wer ne anonyme Wegwerf E-Mail Adresse braucht, das hab ich beim vertippen gefunden: anonbox – CCC )
Die Idee finde ich prima. Und so aus Prinzip würde ich das auch einfach nutzen. Aber wie so oft gibt es auch Kritik, welche durchaus erheblich ist. Kontrolle über die Hardware zu haben hat ja auch was mit möglichen Backdoors zu tun. Auch wenn die Fälle die ich mitbekommen habe keine Hardwarebackdoors waren.

Ist die Anonabox nun unterstützenswert? Ich sage ja und finde die eindrucksvollen Zahlen zeigen es auch. Allerdings steht nun dieser Hardwarevorwurf im Raum. Was meint Ihr? Ich freue mich über Kommentare die ich endlich mal entspannt freigeben kann.

(Funfact: During the writing of this tiny article, 5 spam comments were filtered by antispambee. Whats wrong with you bots?)

Linux

Linux im Alltag – mimimi

Ich halte durch. Allerdings nervt es gerade. Linux funktioniert so lange toll, wie man in einer Linux only Umgebung ist. Zumindest im Bereich Office. MS Office ist so dominant,  dass es quasi keine Alternative gibt. Exchange, Word, Excel, OneNote, Citavi, Verschlüsselung und und und. Alles Programme, welche es zwar grundsätzlich auch unter Linux gibt, deren Interoperabilität aber nicht unbedingt toll ist. Alternativen können häufig nicht oder nur schlecht mit den Datentypen der Windowsprogramme umgehen. Ein Beispiel sind hier .docx Dateien unter libreoffice. Die Verwendung von Citavi entfällt unter Linux leider komplett.
Außerdem wird leider die Hybrid-Grafikkarte gar nicht unterstützt. Es geht sogar soweit, dass die notebookeigene Lüftersteuerung bei der Verwendung der Ati Treiber ausfällt. Somit sind grafische Anwendungen limitiert. Minecraft funktioniert beispielsweise. Andere Spiele wiederum nicht. Virtualisierung von Windows ist definitiv eine Möglichkeit für Anwendungen, die nur unter Windows laufen. Aber es ist halt wieder Windows. Immerhin ist es irgendwie beruhigend, dass ich über Windows genau so meckern würde 😀

Persönliches

Vegan Fish & chips

image

Persönliches

Aus Gründen

image

Persönliches

#Ghbpc2014 in Oberhausen – Deutsche Bike Polo Meisterschaft

image

Solltet ihr auch mal ausprobieren.

Persönliches

bsod – es ist zu warm!

Es ist einfach zu warm!

image

Linux Tools

Linux im Alltag

Daniel Seitz – @sondala – sprach diesen Dienstag (08.07.14) im #pb2.de-WebTalk über seinen Selbstversuch, soweit es geht aus diversen Webdiensten auszusteigen um freie Alternativen zu nutzen.
Damit parallel zu experimentieren ist die eine Sache, direkt umzusteigen ist etwas anderes. Hut ab dafür. Es erinnerte mich aber daran, dass ich eigentlich mal über meine Erfahrungen berichten könnte.
Ich selber habe ich ja auch erst als ich mein Notebook nicht mehr beruflich brauchte auf Arch Linux umgestiegen. Das war bisher auch eine ganz gute Idee. Bisher bin ich mit dem rolling release sehr zu frieden, das System, vor allem Gnome, ist immer schön auf dem aktuellesten Stand.

Allerdings laufen drei bis vier Dinge bisher nicht so wie ich es bräuchte. Zum einen MS Word, zum anderen mein Drucker via Wlan aber auch die Literaturverwaltung. Word versuche ich einigermaßen zu umgehen, aber hin und wieder benötige ich es doch. Meist, wenn mal wieder ein .docx via E-Mail angeflattert kommt. Demnächst werde ich wieder in einem Windowsumfeld arbeiten und benötige noch mehr MS Office. Hinzu kommt, dass sich Citavi auch nicht wirklich unter Linux realisieren lässt. Eine mir gefällige Alternative habe ich noch nicht gefunden. Ich löse das bisher über ein virtuell laufendes Windows8.

Das heißt aber auch ganz klar, dass nicht der Umstieg auf das Betriebssystem der kritische Punkt ist, sondern die darauf aufsetzende Software. Auch für Daniel ist das der Grund um nicht direkt auf ein freies Betriebssystem umzusteigen. Steam macht es ja im Spielebereich vor, die Portierung der Software funktioniert, wenn Anreize da sind. Schade, dass diese nicht für Softwareriesen wie Adobe oder Microsoft vorhanden sind.

Ansonsten gibt es eigentlich kaum Nachteile. Hin und wieder frage ich mich, warum die elenden USB Sticks mal funktionieren, mal nicht, diese Druckertreiberproblematik unter Arch nervt etwas und ein paar mehr Kleinigkeiten gehen mal besser, mal weniger gut. Dafür läuft die Entwicklung aber stetig weiter und Fortschritt ist mit jedem Update zu erkennen.

Seit kurzem ist jetzt truecrypt eine Anwendung, die für mich ins wanken geraten ist. Gänzlich ohne Zweifel habe ich es ob der nicht transparenzen Entwicklung nicht eingesezt aber es funktionierte irgendwie. Im WebTalk ging es dann auch noch mal um den Einsatz von EncFS, was eine scheinbar gute Alternative sein kann. Cloud Kompatibilität ist zumindest besser und Twofish AES Verschlüsselung dürfte einigermaßen in Ordnung sein.
Ich werde EncFS mal testen und sehen wie alltagstauglich es ist. Bisher finde ich es immerhin schon mal schön, dass es eine ManagerGUI für EncFS Volumes gibt. Das erleichtert den Einstieg, wobei aufzupassen ist, welches Verzeichnis beim Einbinden welche Funktion haben soll.

Ich teste weiter und Berichte.
Demnächst werde ich mich mal wieder mit Literaturverwaltung beschäftigen. Das ist für mich bisher noch das größte Problem.

Persönliches

Sonntagsfreuden

image

Persönliches

Kanadagänse

image

Fotos Persönliches

Foto

image