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Bildung

Etherpad zur Ergebnissicherung

Capture Etherpad

Ich habe im Rahmen des Seminars Visualisieren und Präsentieren (für Lehramt) eine Gruppe von Studierenden bequatscht das Etherpad mit in Ihre Gestaltung einer 60 minütigen Einheit im Blockseminar aufzunehmen und möchte hier meine Erfahrung von heute beschreiben.
Das Thema der Studierendengruppe war die Ergebnissicherung. Mir selber schwebte die Idee, Präsenzveranstaltungen mit dem Etherpad zu dokumentieren schon einige Zeit vor. Vorbild dafür war die kollaborative Dokumentation von Sessions auf den #Educamps, welche ich immer sehr gut finde und diese heute auch noch in meinem Wiki eingebunden habe. Ich habe den Studierenden das Tool, welches sie nicht kannten vorab vorgestellt und ihnen die grundlegende Idee erklärt. Wie sie dies in ihre eigene Planung integrieren habe ich ihnen selber überlassen.
Das Setting ist auch schnell beschrieben. Die Studierenden haben ihren KommilitonInnen das Tool kurz erklärt und über den Beamer gezeigt und sie dazu aufgefordert das Etherpad auf Ihrem eigenen Computer zu öffnen. Dank der LTI Integration in die OLAT Plattform der TU Kaiserslautern konnten sich die Studierenden schnell einloggen und mussten das Pad nicht lange suchen.

Die Erklärung der Vortragenden beinhaltete dann die grundlegenden Funktionen eines Etherpads, wie Fettschreibung, Bulletpoints, den Chat und die Tatsache, dass man das geschriebene anderer Studierender löschen könnte. Somit wurde sofort wild losgeschrieben und gelöscht. Aber es legte sich auch wieder. Dennoch, darauf waren die Vortragenden nicht gefasst. Ich hatte das auch nicht erwartet. Die Möglichkeit und meiner Meinung nach die Stärke eines Etherpads, die Dikumentation der anderen Studierenden zu ergänzen wurde leider nicht erwähnt.

Da wir ja an einer Technischen Universität sind, ist die WLAN Signalstärke in unserem Seminarraum leider schlecht und eduroam mehr schlecht als recht nutzbar. Zudem hatte nicht jeder Studierende ein Notebook o.Ä. dabei. Dies war so geplant und so wurden diejenigen die konnten, dazu aufgefordert im Etherpad zu dokumentieren alle anderen sollten mit Stift und Papier auf „normalem“ Wege mitschreiben.
Darauf folgte ein kurzer Vortrag von vielleicht fünf Minuten, welcher viele Fakten enthielt und somit viel Stoff zum mitschreiben bot.

Zu Anfang des Vortrags zögerten die Studierenden noch bis endlich jemand die ersten Zeichen in das Pad schrieb und somit die Anderen sich auch trauten.
Die Vortragenden projezierten das Etherpad dabei die gesamte Zeit über an die Wand, sodass jeder im Raum verfolgen konnte, wer jetzt was schrieb. Im Ergebnis haben die Studierenden jeweils ein oder zwei Fakten aufgeschrieben und somit pflichtbewusst ein paar Zeilen zusammen bekommen.

Capture Etherpad

Anschließend gab es eine Diskussion darüber, welche Art des „Mitschreibens“ besser sei. Sie fiel nicht gerade pro Etherpad aus. Allerdings glaube ich, dass hier die Idee des kollaborativen Dokumentierens verfehlt bzw. verfälscht und dadurch nicht verstanden wurde. Abgesehen von der Tatsache, dass der Einstieg in den Faktenvortrag fließend war und nicht so ganz klar war ob es nun schon begonnen hatte, war den Studierenden scheinbar gar nicht klar was sie aufschreiben sollten. Sie wussten aber, dass sie den Text ihrer KommilitonInnen löschen könnten, wenn Sie wollten. Der direkte Vergleich mit der persönlichen Mitschrift scheitert meiner Meinung nach hier bereits daran, dass durch ein Etherpad die Dokumentationslast von einem müssen für jeden in ein Können verwandelt wird. So kann jeder potentiell die Aspekte mitschreiben die für wichtig erachtet werden. Das kann von der Grundstruktur bis zu Einzelheiten gehen. Aber auch konkrete Dokumentationsaufträge wären möglich – Gruppe 1 notiert bitte Fragen zum Vortrag, Gruppe 2 notiert die wichtigsten Eckdaten. So oder so ähnlich.
An dem Punkt habe ich via Smartphone, da das Lehrstuhlnotebook sich dem WLAN verweigerte, angefangen strukturierende Elemente, wie Überschriften etc einzufügen. Den Namen des irre wichtigen Dozenten im Etherpad zu sehen hat ggf. auch zu etwas mehr Verwirrung und Zurückhaltung geführt. Dann war der Vortrag auch schon zu Ende.

Interesannter Weise, hat einer der Vortragenden das Etherpad später, als eine andere Gruppe dran war, dazu genutzt mitzuschreiben und die Ergebnisse anschließend in ein Word Dokument zu exportieren. Ich habe mich dann beteiligt und konnte die eine oder andere Fehlinformation (Das Thema OER wurde leider gar nicht von den Vortragenden verstanden) korrigieren und ergänzen.

Mein Fazit daraus ist, dass das Etherpad auch in der Hochschule und ggf. auch in der Schule das Potential hat gut als Ergebnissicherungsmethode zu funktionieren aber eine geeignete Einführung und klare Arbeitsaufträge benötigt. Für das nächste Experiment sollen also die Instruktionen gezielter sein und eine ausführlichere Heranführung an den Umgang und die Funktionen des Etherpads erfolgen, die ggf. mit Übungsaufgaben den Studierenden klar macht, wie die Funktionsweise eines Etherpads ist. Außerdem will ich damit eine komplette Seminarreihe begleiten, was Raum schaft für eine gute Einführung. Die nächste Möglichkeit wird sich hoffentlich in einem internationalen Kontext mit online Seminaren/Vorträgen ergeben.

Promotion

Promovieren also, wirklich jetzt.

So langsam will ich das Projekt Promotion in der Pädagogik mal stärker vorantreiben als bisher und gleichzeitig mein Blog mal wieder beleben.
Im Blog will ich also demnächst versuchen halbwegs regelmäßig über mein vorankommen oder auch nicht vorankommen zu reflektieren.
Zur Info für die Massen an Lesern die das nicht wissen, ich arbeite an der TU Kaiserslautern und bin zum einen im ESRALE Projekt und im Lehrgebiet Pädagogik tätig.

Der Plan ist also ab sofort möglichst regelmäßig hier Beiträge zu schreiben und hoffentlich etwas Rückmeldung zu bekommen.
Regelmäßig, klingt ambitioniert, ist es auch. Ich bin gespannt ob das klappt, auch ohne Ironblogger o.Ä. im Hintergrund.

Also nächste Woche stelle ich mal mein bisher geplantes Thema vor. Mitte September bin ich dann eine Woche in Belgrad auf der ESRALE summer academy und werde mich dort intensiv um mein Thema kümmern und den Austausch mit anderen studierenden aus Europa nutzen.

Bildung Educamp Persönliches

Vor dem Educamp in Frankfurt #ecfra14

TL;DR: Blog ist jetzt ein Jahr alt, und ich freu mich auf das Educamp in Frankfurt.


Ein Jahr ist es her seit ich das erste Mal auf das Educamp gefahren bin, damals in Hamburg. Das hatte mich so positiv überrascht, dass ich im Oktober auch in Berlin war und jetzt nach Frankfurt fahren werde.
Somit ist mrgnz.de jetzt auch fast ein Jahr alt, denn ich hatte es angelegt, um meine Reflexion nach dem Hamburger Educamp online teilen zu können.

In der Zwischenzeit hat sich einiges getan und mir ist klar geworden, bloggen ist nicht so simpel wie es klingt. Zumindest nicht wenn es um gezielte Inhalte geht.
Insgesamt habe ich 52 53 Artikel veröffentlicht, nicht alle thematisch im Bildungsbereich. Der SOOC13 war hier beispielsweise ein größeres Thema. Viele Beiträge drifteten dann doch eher in den Bereich von Linux ab, wieder andere handelten von Android Themen, wie dem dem Einsatz einer Vokabelapp oder dem Workflow mit dem Ebook Reader. ecfra14
Thematisch also eine bunte Mischung. Gefühlt bin ich weiterhin in der Betaphase und lerne noch wie das mit dem bloggen geht. Da hat auch die Motivation durch die Kölner Ironblogger nicht wirklich geholfen. Im Gegenteil, der eine oder andere Verlegenheitsbeitrag ist auch mit dabei.
In Zukunft will ich mehr Struktur hinein bringen. Themen sollen vor allem Kompetenz, Erwachsenenbildung und Linux sein. Im Grunde ändert sich also nichts, nur will ich den Fokus eher auf diese Themen legen.

Aber ich habe nicht nur am Blog geschraubt (leider hab ich gerade kein Einhorn mehr auf dem blog), sondern nebenher auch noch ein DokuWiki für mich selber aufgesetzt. Zudem bestehen seit dem auch noch ein eigenes Etherpad und eine Mindmappingsoftware. Das Blog und das Wiki sind bisher die belebtesten Anwendungen und sind auch beinahe alltagstauglich. Generell nutze ich den Server viel um mit selber gehosteten Anwendungen zu experimentieren.

Genug des Rückblicks. Ich fahre zum Educamp in Frankfurt und bin sehr gespannt was ich lernen darf und was ich davon mit nach Hause nehmen werde.
Besondere Erwartungen habe ich nicht. Außer, dass es toll werden soll. Naja, und vielleicht ein paar mehr Anschlussmöglichkeiten für die Erwachsenenbildung. Jenseits von Schule
Die Vorstellungsrunde wird bestimmt wieder kommen und ich überlege noch welche Hashtags ich nehme. Ich denke ich nutze die Anfahrt zum überlegen. Vorerst sollen es #Erwachsenenbildung #Unternehmen #OpenSource sein.

Bildung Kompetenz

[Zitat] zu Kompetenz

Ich bin ja von gestern. Daher stöber ich gerne mal im Archiv von Zeitschriften. Heute mal REPORT – Zeitschrift für Weiterbildungsforschung in der Ausgabe I/2013, denn es geht um das Thema Kompetenz. Das ist ja ein Thema von dem ich mich nicht so recht trennen kann. Wobei, davon trennen? Eher kann ich mich nach wie vor nicht so richtig damit anfreunden. Unterstützung dahingehend zu finden ist nicht so einfach, steigen doch viele einfach darauf ein, auch wenn sie das Wort manchmal nur übernehmen, um es – wie im Falle Amazon – nur als Buzzword einzusetzen. Ich will auch gar nicht dagegen wettern. Viel mehr bin ich weiterhin für einen kontroversen Diskurs. Beispielsweise erwarte ich mir vom DQR nach wie vor irgendwie ein riesen Chaos, ohne ein fundiertes Kompetenzkonzept. Wie auch immer, in besagter Zeitschrift bin ich heute auf folgendes Zitat gestoßen. Ich Ein spannender Beitrag, der insgesamt einige meiner diffusen Bedenken zum Thema Kompetenz auf eine ganz andere Weise aufgreift als ich bisher darüber nachgedacht habe:

Weder ist Wissen eine Ursache für Können, noch ist Kompetenz eine Ursache für Performanz, sondern „Wissen“ und „Kompetenz“ sind Begriffe oder Vorstellungen, mit deren Hilfe wir nicht nur Können bei anderen oder im Allgemeinen erkennen, sondern auch uns selbst einer bestimmten Denk- und Handlungsfähigkeit bewusst werden und sie unserem Selbst zuschreiben können: „Ich weiß, wie es geht“ oder „ich weiß, warum mein Handeln sinnvoll/richtig ist“. Kompetenz ist folglich eine Dimension des (Selbst-)Bewusstseins.

Langemeyer, Ines. Grundzüge einer subjektwissenschaftlichen Kompetenzforschung. In: REPORT. Zeitschrift für Weiterbildungsforschung. 1/1013. 36. Jahrgang. 2013. S. 19

Das Schöne ist, die Zeitschrift ist, da jetzt die 12 Monatige Sperrfrist abgelaufen ist, frei unter obigem Link herunterladbar.

Bildung

Zitat: Osterhasendidaktik

Osterhasendidaktik:

„Der Lehrer versteckt in seinen Fragen an die Lerner die Antworten wie ein Osterhase das Geschenk, das man nur finden muss, um glücklich zu werden“

Reich, K. (2005.)


Bildung Tools

Vokabeln lernen mit Unlock Your Brain

Seit zwei Wochen schaue ich mir also Unlock Your Brain an.
Vermutlich kennt es noch nicht jeder: Unlock Your Brain ist eine app, die den lockscreen des Smartphones ersetzt und dem Benutzer bei jedem Einschalten des Telefons eine Vokabel zusammen mit mehreren Antwortmöglichkeiten anzeigt.
Es besteht aber auch die Möglichkeit sich Matheaufgaben stellen zu lassen, welche es zu lösen gilt. Erst nach dem erfolgreichen Lösen der Aufgabe bzw. nachdem die richtige Vokabel ausgesucht wurde ist das Telefon entsperrt und kann wie gewohnt benutzt werden.

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Es gibt auch einen Trainingsmodus in dem eine wählbare Anzahl von Vokabeln abgefragt wird. Beispielsweise 15 Stück.
Welche Vokabeln gefragt werden lässt sich in der App einstellen. Dazu werden „Kurse“ zur Auswahl angeboten, welche unterschiedliche thematische Bereiche abdecken. Z.b. „Freischwimmer“ – für die ersten 50 Wörter – oder „Business“ für die Geschäftswelt.

Natürlich ist auch eine social media Anbindung vorhanden um Statistiken und Erfolge mit Facebook Freunden zu vergleichen und zu teilen.

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Die Übersetzung der Vokabel wird nach erfolgreicher Beantwortung noch für eine Zeit angezeigt. Auch diese Zeit lässt sich einstellen. Bei mir ist diese Zeit sehr kurz eingestellt nämlich 0,5 Sekunden. Sehr kurz also um sich die gerade gegebene Antwort durch den Kopf gehen zu lassen. Neben der Zeit lässt sich einstellen, ob Vokabeln immer angezeigt werden oder nur diejenigen, die lange betrachtet werden.

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Ist es denn sinnvoll Vokabelübungen auf dem Lockscreen zu platzieren? Klar ist ja, dass jeder mit einem Smartphone diesen Bildschirm mehrere Dutzend Mal pro Tag sieht. Aber eigentlich ja nur im „vorbeigehen“. Das Telefon wird in aller Regel entsperrt um irgendetwas zu tun, was nichts mit dem lernen von Vokabeln zu tun hat. Ist der Kopf also bereit eine Vokabel zu lernen oder ist er eher bereits bei der gewünschten App: Eine Bahnverbindung suchen oder einen tweet schreiben. Ich konnte bisher keinen nachhaltigen Effekt feststellen. [Update] Mir ist vor kurzem eine Vokabel untergekommen die sich jetzt langsam manifestiert. Das Wort „amend“ bedeutet verbessern und war mir so noch nicht bekannt. Es kommt relativ häufig vor und sticht zwischen den ganzen einfachen Vokabeln wie „hello“ oder „the argument“ für mich heraus. Spannend wird es also wenn die bekannten Vokabeln alle abgearbeitet sind und sich das Verhältnis von bekannten und unbekannten Vokabeln umdreht. Zudem habe ich gerade erst entdeckt, dass ich einzelne Vokabeln ausschließen kann ^^. Ich teste weiter.

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Die Idee dieser App ist toll. Ob es aber ein nachhaltiges Lernen ist bleibt für mich fraglich.
Mir fehlt bspw. eine Erinnerung oder Aufforderung das Training zu nutzen. So bleiben die Vokabeln trotz häufiger Wiederholung kaum bei mir hängen. Bisher gab es allerdings auch nur eine Vokabel, die mir bisher unbekannt war. Alle anderen sind mir bekannt gewesen oder wurden anders als in meinem Kopf übersetzt. Es wäre zwar möglich sie länger anzeigen zulassen aber da ich noch das Entsperrmuster habe dauert mir diese Kombination schon zu lange und so herrscht bei mir die oberste Prämisse schnell denn lockscreen zu überwinden, um das zu tun was ich eigentlich vor hatte.

Bildung Tools

Befreundete Formeln: Mit Facebook o. Diaspora lehren und lernen?

Im #pb21 Podcast 29 erwähnt Jöran Aufgaben, die für den digitalen Raum entworfen wurden. Diese sollen aber nicht einfach via copy&paste replizierbar sein. Die Idee ist, ein Profil bei Facebook z.B. für einen Dichter anzulegen.
Ich habe mich gefragt ob dieses Prinzip vielleicht erweiterbar ist und möglicherweise sogar für Themen wie Mathe verwendbar ist.

Die Idee ist, einen Themenkomplex von Teilnehmer_innen in einem sozialen Netzwerk aufbereiten zu lassen und dabei die unterschiedlichen Möglichkeiten wie Gruppen, Hashtags oder Freundschaften zu nutzen.
Facebook oder das selbst hostbare Diaspora bieten dabei theoretisch die Möglichkeit z. B. Profile für jede Binomische Formel anzulegen, diese untereinander zu befreunden und eine gemeinsame Gruppe anzulegen. Veranstaltungen oder weitere Gruppen könnten samt ihrer Beschreibungen helfen die Funktionen der Formeln zu beschreiben oder Aufgaben zu stellen.

Wenn ein Themenkomplex auf diese Art aufgearbeitet werden soll erscheint es mir sinnvoll dies umfassend zu machen. Je nach Umfang eignet sich dies eben auch für größere Gruppen. Entweder kann dabei in Kleingruppen vor Ort gearbeitet werden oder eben auch über die Distanz. Einen öffentlich erreichbaren Server vorausgesetzt.

Als Vorteil kann die Umgebung der sozialen Netzwerke genutzt werden. Zum einen ist die Umgebung mit ihren vernetzenden Strukturen den Nutzer_innen bekannt, zum anderen kann sie wachsen und sich verändern. Dabei repräsentiert das entstandene Netzwerk möglicherweise auch die kognitive Struktur der Anwender_innen.
Im Gegensatz zu einem Wiki ist die virtuelle Repräsentation der Inhalte möglicherweise besser vorstellbar, da der Umgang mit den sozialen Netzwerken durch die häufige Nutzung viel vertrauter ist.

Zusätzlich gestellte Aufgaben könnten die erneute, gezielte Erweiterung der Vernetzung beinhalten und es so ermöglichen sich besser in die Materie einzudenken und somit den Lerneffekt zu fördern.

Didaktischer Firlefanz, zu hoher Aufwand oder eine Möglichkeit die sperrige Themen aufarbeiten zu können?

Bildung Educamp

[#ECB13] Educamp in Berlin

Vorab: Nur Android!

Nametag Educamp Berlin 2013
Nametag Educamp Berlin 2013

Mein persönliches kleines Projekt für das Wochenende war es, lediglich mit zwei Android Geräten durch das Educamp zu kommen und damit meine eigene Doku zu machen.
Dazu hatte ich mein Handy, ein Nexus 4, und ein Nexus 7 (2013) dabei. Auf ein 10″ Tablet wie in Hamburg habe ich verzichtet, weil das Gerät, Acer A510 mit CyanogenMod 10.2, nicht einwandfrei funktioniert. Zwei Geräte also, die mich durch Berlin und durch das Educamp bringen sollten.
Auf der Softwareseite sollten mir dazu vor allem Evernote dienen. Ich hatte aber auch Etherpads auf meinem eigenen Server zur Verfügung stehen. Pro Session sollte also ein Etherpad oder eine Evernote Notiz angelegt werden. Speziell für Guidos Session kamen auch noch plumble, Android IRC (bzw Ein Umweg über eine SSH Verbindung via JuiceSSH) und Xenim zum Einsatz. Leider, und das hat es in vielen Momenten des Educamps erschwert, war das Wlan einfach nicht gut genug um eine konstante Verbindung zu ermöglichen. So war es teilweise unmöglich im Etherpad zu schreiben, Guido bei Xenim zu folgen, ihm bei den Shownotes zu helfen oder simpel den Sessionplan einzusehen. Das ist aber kein Vorwrf. Das Wlan ist von der Schule und hängt mit dieser zusammen, hat also nichts mit der Orga zu tun. Ich hatte auch einen Plan B, und zwar Sketchnotes zu zeichen. Ich habe leider keine einzige gemacht. Der Kampf mit der Technik war zu zeitraubend, sodass ich lieber für mich zugehört und mitdiskutiert habe. Schade, wie ich finde, denn auf dem Mobile Learning Day, mit perfektem Netz, in der Woche darauf, hat sich der Einsatz der Geräte & Softwarekombination sehr bewährt. Für das nächste Educamp bereite ich mich auch auf eine offline Alternative vor. Evernote bietet dies ja bereits, allerdings war ich zu sehr mit der Technik selber beschäftigt, die ja eigentlich nicht zum Thema werden sollte.

Die Sessions

Mir hat das Educamp definitiv Spaß gemacht, es war nicht mehr die große Überraschung, wie mein erstes Educamp in Hamburg, aber definitiv gut. Natürlich haben Berlin und seine Möglichkeiten auch noch ein wenig dazu beigetragen, dass ich morgens etwas mehr Kaffee brauchte.

Ich bin in die maximale Anzahl von Sessions gegangen, die ich aufnehmen konnte, und habe mich eingebracht wie ich es für sinnvoll erachtete. Leider habe ich wieder keine eigene Session angeboten. Meine Themen und ein wenig Unbehagen darüber, ob es überhaupt jemanden interessieren würde, hielten mich ab. Komisch eigentlich, war doch die für mich wertvollste Session die letzte zum Thema digital Natives. Nicht nur, weil es kontrovers zuging, was ich gut fand, sondern auch, weil mir das Themengebiet liegt. Kompetenzen halt. Jetzt muss ich das mit der Session zu Kompetenzen auf Frankfurt verschieben. Mensch weise mich doch bitte vorher nochmal auf mein Vorhaben hin.
Entgegen anderer Kritiken, habe ich eigentlich keine der Sessions als Werbeveranstaltung empfunden. Vielleicht habe ich diese Sessions gut umschifft.

Guidos Session zu mumble fand ich sehr spannend, wollten mir doch, nach seiner Ankündigung, nicht so recht Anwendungsszenarien für mumble einfallen, außer eines digitalen Lesekreises. Wozu aber unbedingt mumble?! Klar, ich kann es selber hosten. Aber wo sind die weiteren Mehrwerte? Es braucht nicht noch mehr Mehrwerte, es ist bereits der essentielle Mehrwert von Mumble. Ich kann es selber hosten und es ist verschlüsselt. Es hat mich sehr gefreut, dass Guido dies aufgenommen hat, da meine Wahrnehmung der Menschen, die sich in Zeiten von NSA & Co im Internet bewegen, eher eine unkritische Sichweise wiederspiegelt. Es tat also gut, auch mal diese Entwicklungen aufzugreifen und auf Alternativen hinzuweisen.

Die Mini-Fortbildung, war die eine andere herausragende Session. Es war spannend aber auch irgendwie ein wenig Ostereierpädagogik im Stile der Schule. Das Wissen wird versteckt und ich soll es suchen. Das nervte mich zum Ende der Session zunehmend. Da die Session – als Wissensvermittler – insgesamt etwas aus dem Rahmen fiel war das aber nicht weiter schlimm. @PeterMonnerjahn">@PeterMonnerjahn weiß auf jeden Fall wovon er da spricht. Inhaltlich hängt mir die Session sehr nach, nicht nur, weil ich viele native Speaker an diesem Wochenende getroffen habe, sondern auch mit dem Hintergedanken, die Dinge mal mehr mit System zu betrachten oder mehr nach Systemen zu suchen.

Die digital natives. Wie definiert sich dieser Begriff eigentlich? Für mich sind es diejenigen Menschen, die komplett im digitalen Zeitalter aufgewachsen sind. Mit allen Möglichkeiten und „Gefahren“. Ihnen ist nicht mehr klar, wozu man einen Bleistift in Verbindung mit einem Bleistift benötigt, um mal ein Meme aufzugreifen. Aber müssen Sie deswegen wissen wie man binär rechnet? Müssen sie wissen wie Halbleiter funktionieren? Differenziert sich diese Generation nicht eher so sehr im digitalen Feld aus, dass dies überhaupt nicht mehr möglich ist? Ein großer Streitpunkt in dieser Session. Letztlich kann all das helfen diese Welt zu verstehen. Doch wenn ich einen Text ins WWW hinausjagen möchte brauche ich nicht zu wissen, dass es schwarze Löcher innerhalb der Weltweiten Internetstruktur gibt. In Analogie dazu muss ich auch nicht wissen wie genau Benzin gewonnen und produziert wird, um ein Auto zu bewegen. Auch Demokratie weist Analogien auf. Doch muss ich alles wissen um mich demokratisch einzubringen? Die Lösung liegt vermutlich in der Mitte oder im Einzelfall. Ich plädiere für eine radikal konstruktivistische Sichtweise. Es schadet nicht Hintergründe zu kennen, doch jeder strickt sich sein eigenes Netz. Alles andere sind politische und pädagogische Fragen. Die Session ist also vom ursprünglichen Thema abgekommen und hat sich zu einer Diskussion über die Definitionen ausgeweitet. Das war meiner Meinung nach auch gut so, da wir alle aus unseren Filterblasen heraus argumentieren und dieser Abgleich mal wieder geholfen hat dies ein wenig anzupassen. Mir zumindest.

Ähnlich wie bei Guidos Sessions zu Mumble ging es mir bei der Session zu Minecraft. Ich kenne das Spiel und mag es sehr. Dennoch hatte ich ein dickes „cannot compute“ im Kopf als es darum ging mir zu überlegen wie sich Minecraft für die Bildung einsetzen ließe. Kelvin überraschte mich dann mit dem Einsatz in Bibliotheken. Aber ich fand es super, dass er mithilfe von Minecraft Szenen der klassischen Literatur nachbauen lies. Naheliegender war da schon die Verwendung für den Architekturbereich. Sehr spannend, nicht zuletzt auch weil das Spiel zur hälfte von einem kleinen Jungen erklärt wurde und eine interessante Sichtweise auf das Spiel brachte! TNT ftw!

Soweit von meinen Eindrücken, die jetzt eigentlich schon viel zu lange gereift sind und nicht mal alle Sessions umfassen.

tbc.

Alle besuchten Sessions

Ich habe mir diese Sessions auf dem Educamp angesehen:

  • Was kann man mit Mumble machen? Anbieter: @gibro">@gibro
  • Mini-Fortbildung: Systematik der Zeiten des Englischen – Mit System einfacher lernen Anbieter: @PeterMonnerjahn">@PeterMonnerjahn
  • CC-BY-SA …und dann Anbieter: @anjalorenz
  • Geschichten erzählen Anbieter: Herbert
  • eduRadio Anbieter: @gibro">@gibro @gestatten @ralfa
  • Neue Lernwelten in Minecraft-Ansätzen von Interesse geleitetem Lernen Anbieter: Kelvin
  • Virtuelle Teams – Wie kann Teambuilding auf Distanz funktionieren? Anbieter: @lina21
  • Kernkomptenzen Digital Natives – mehr als Facebook? Anbieter: @est_online

Android Bildung Tools

App: Vokabeltrainer für GDocs [Update]

Ich möchte mal auf eine kleine unscheinbare App hinweisen, dessen Funktionsprinzip ich aber super finde.
Ich nutze es sie immer mal zwischendurch und finde, dass sie vor allem sehr simpel mit Daten zu füttern ist.

Dabei geht es um den Vokabeltrainer für GDocs. Der Name zeigt auch gleich die größte Schwäche der App, sie wurde nämlich seit Januar 2012 nicht mehr aktualisiert. Ob sie noch weiterentwickelt wird habe ich beim angegebenen Hersteller mal angefragt.

[UPDATE]
Laut Hersteller gibt es keine Pläne die App zu aktualisieren.
[/UPDATE]

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Ich kenne nicht viele Vokabeltrainer in der Tiefe aber bei denen, die ich ausprobiert habe, störte mich immer die Art und Weise der Integration der Daten. Häufig mussten vorkonfigurierte Datensätze irgendwo aus irgendwelchen Foren gezogen werden oder gar zusätzlich erworben werden. Dabei entsprechen die Vokabeln häufig nicht dem was gerade gebraucht wird. Oder Ich muss eine bestimmte Syntax mit Leerzeichen und Doppelpunkten einhalten.
Daher finde ich es hier super, dass ich einfach eine Tabelle über (heute) Google Drive anlegen kann und diese dann im Trainer importieren kann.
Noch kurz festgelegt welche Spalte welche Sprache zeigt und ob noch eine Überschrift existiert und schon kann ich mit dem Einprägen beginnen. Dabei funktioniert die App nach dem Karteikartenprinzip. Dabei kann zwischen vier verschiedenen Modi gewählt werden. Sogar Text-zu-Sprache ist realisiert. Allerdings nutze ich das nicht, mir geht es weniger um die Aussprache.

CSV oder TXT Dateien mögen ja auch praktisch sein, mir sagt das aber einfach nicht zu. So kann ich einfach eine Datei in der Cloud liegen haben und sie von überall mit neuen Daten befüllen ohne sie immer wieder händisch auf das Telefon schieben zu müssen.
Sobald ich neue Vokabeln eingetragen habe, muss ich in der App einfach den jeweiligen Trainer aktualisieren und habe sofort die neuen Vokabeln integriert.

Insgesamt ein einfacher, schnörkelloser (aber auch optisch veralteter) Vokabeltrainer, der schnell und einfach zu bedienen und vor allem mit Inhalten zu füllen ist. Ich finde, wenn man mit der Karteikartenmethode zurecht kommt ist es eine super App zum lernen von Vokabeln. Gratis ist sie obendreiin auch noch.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁 #wpappbox

Links: → Store öffnen → Google-Suche

Vokabeltrainer bei Google Play

Bildung Sooc13 Tools

Twitter verstehen. Woher kommt die Ablehnung unter den sooc13 Teilnehmern?

Gestern, beim Abschlussworkshop zum sooc13, viel mir besonders die Ablehnung von Twitter auf (Nicht als Unternehmen sondern als Werkzeug).

War die Nutzung von Medien und Methoden angemessen und aufeinander
abgestimmt? [Auszüge aus Etherpad Doku]

  • Mir persönlich war zuviel Twitter und zu wenig google+ und facebook.Seh ich genauso
  • Ich fand der Aspekt Facebook kam auch etwas zu kurz, es ist so, dass ich den Sinn von Twitter
    bis heute nicht erfasst habe… Man sendet etwas z.B. „Sooc13 hat gestartet!“ und
    transportiert mit diesen Kurzmitteilung (oft) zu wenig Inhalt+++++++
  • Twitter sehr unübersichtlich (und auch immer nur knapper Inhalt), Facebook-Gruppe war
    hilfreich
  • Ich fand die vielen Kanäle (Präsenzveranstaltungen, Adobe Connect, Twitter, Facebook.
    Homepage, Blogs) anstrengend. Twitter hätte man meiner Ansicht nach z. B. durch die
    Facebook-Gruppe ersetzen können –> übersichtlicher, besser nachlesbar.++
  • Twitter weglassen (+1)

Das ist ja auch auf @anjalorenz Abschluss Sketchnote zu sehen:

Abschlusssketchnote

Bei mir ist das aber anders:

  • Ich habe via Twitter vom Sooc13 erfahren.
  • Ich habe nahezu alle Infos für den Sooc13 aus Twitter bezogen.
  • Ich habe die Links zu den Connect Räumen jedes mal sehr schnell aus Twitter bekommen.
  • Ich habe viele Blogbeiträge durch Tweets gelesen.

Ich glaube viele haben nicht verstanden wozu Twitter dient und viele waren nie bereit oder sind noch nicht so weit um es bzw. die Technik so tief in Ihren Alltag zu integrieren. Keiner will ein Cyborg sein. (Dazu muss ich auf den Wir müssen Reden Podcast verweisen in dem eine Definition gegeben wird). Gemeint ist aber die bedingungslose Integration von Techniken wie eben Twitter (via Smartphone) und dem permanent laufenden PC in den Alltag.
Was ich beobachte halte ich für ein Symptom. Und es fällt mir immer wieder auf. Ich konnte jedoch keine Erklärung finden warum ich das Smartphone zücke um mal eben etwas nachzusehen und andere das total abwegig finden, obwohl sie häufig auch so etwas in der Tasche haben. Ähnlich verhält es sich mit Menschen die vor einem Computer sitzen, einen Internetzugang haben und bei einer offenen Frage nicht Wikipedia oder eine Suchmaschine benutzen.

Scheinbar ist es ein Nerdding, was noch dabei ist in den Alltag von allen einzuziehen. Doch auch in der Welt der Nerds gibt es ja den Trend dazu Twitter maximal punktuell zu benutzen oder auch komplettt auszusteigen, was aber auf einem anderen Blatt steht.

Vor allem verstehe ich aber das klagen darüber, dass das „zu viel“ und „zu schnell“ sei nicht. Das verstand ich auch schon in der Mailingliste der Kölner IronBlogger nicht. Um Datenhygiene muss man sich halt schon selber kümmern. Das ist eine der wenigen Schlüsselfähigkeiten (oder -kompetenzen für die die es so lesen wollen), die ich uneingeschränkt identifiziere und einfordere.
Aber klar, Twitter rauscht einfach so durch, da verpasst man viel. Aber das muss man dann auch nicht mitbekommen. Für viele ist Twitter ja auch nur eine Linkschleuder um für die eigene Sache zu werben.
Aber es gibt ja Abhilfe um das Chaos zu kanalisieren. Ich benutze Tweetdeck auf meinen PCs bzw. Falcon Pro auf meinen Android Geräten. Beide lassen mich die Listenfunktion von Twitter nutzen. Außerdem kann ich Listen anderer Benutzer abonnieren. So habe ich die Sooc13 Teilnehmerliste abonniert. Da sind 103 Teilnehmer gelistet. Diese Liste haben neben mir aber nur 8 weitere Menschen abonniert. Also nicht mal 10% aller die auf der Teilnehmerliste sind. Wie viele von denen, benutzen denn gezielt die Suche nach dem Hashtag #sooc13 um alle Beiträge mitzubekommen? Auch das lässt sich in Tweetdeck nämlich speichern. So bekommt man nicht nur die Tweets der TeilnehmerInnen mit, sondern auch die tweets, welche nicht auf der Liste sind aber thematisch etwas dazu beitragen (ReferentInnen beispielsweise).
Hinzu kommt das retweeten. Um eine noch größere Reichweite zu erzielen retweetet man einfach alles was einem interessant oder informativ erscheint. Damit sehen es dann auch Menschen, die weder in einer der Listen sind noch dem Hashtag folgen, sehr wohl aber Teilnehmern des soocs folgen und es mehr oder weniger zufällig sehen.

Durch die permanente Sichtbarkeit der Listen und Suchen in Tweetdeck oder Falcon Pro, kann ich also schnell und zu jeder Zeit auf die entsprechenden Infos zugreifen.

Als Beispiel: Gestern fuhr ich zum Feierabend meinen Computer herunter und war etwas traurig die Abschlusssession verlassen zu müssen. Dann suchte ich kurz nach einer App für Adobe Connect und fand sie auch. Schnell habe ich sie installiert und auf dem Weg zum Auto via Twitter die URL zum entsprechenden Raum über einen Tweet von Anja herausgefunden (das kopieren war etwas kniffelig) und bin dem Raum via mobiler App beigetreten. Das hat mich keine fünf Minuten gekostet. Die Tonqualität, das Setting und mein Datentarif sprachen dann aber dagegen dem sooc13 im Auto zu folgen. Für einen Vortrag wäre das aber durchaus denkbar. Vorausgesetzt die Flatrate gibt das her 🙂

Es gibt auch andere Wege um dies zu erreichen, möglicherweise auch bessere, aber darum geht es meiner Meinung nach ja ständig: Wege des Zugangs finden, benutzen und anderen zeigen können.

Was die Abneigung gegen Twitter angeht habe ich einfach das Gefühl, dass viele sich der Möglichkeiten nicht bewusst sind und somit zu dem Schluss kommen, dass Twitter nur Chaos ist.
Wie lässt sich also eine Technik wie Twitter effektiv vermitteln, so dass das Verständnis generiert wird? Resultiert die Abneigung gegen die Integration der Technik in den Lebensalltag genau aus solchem Unverständnis?

Android Bildung Sooc13 Tools

(Social) Media vor und nach dem Sooc13

Es hat sich in der Tat einiges bei mir verändert. Dabei war aber nicht der Sooc die Initialzündung. Auslöser war vor allem das letzte Educamp in Hamburg (#echh13). Der Sooc hat im Anschluss daran vor allem dazu beigetragen, dass ich am Ball bleibe.

Seit dem benutze ich Twitter als Informationsquelle deutlich intensiver. Auch Evernote hat massiv an Bedeutung dazugewonnen. Vorher war Twitter nur ein Medium um Catcontent und sinnfreies zu verbreiten. Doch mittlerweile dient es als mehr oder weniger zielgerichtetes Instrument zur Informationsbeschaffung. Mehr oder weniger, weil ich mit der Organisation von Listen und deren Sichtbarkeit noch nicht so ganz warm geworden bin. Mit dem Blog kam dann noch der Zweck zur Verbreitung von Blogbeiträgen hinzu.

Seit dem versuche ich mich ebenfalls strikt daran zu halten alles in Evernote zu speichern. Das Angebot über ein Jahr lang kostenlose premium Features von der bösen Telekom kam mir nur recht. Aber auch Evernote hat eine gewisse Einschränkung. Zum Einen nutze ich für das speichern von Webinhalten häufig noch Pocket als Browsererweiterung und als App für meinen Androiden. Zum Anderen fehlt Evernote ein Linux Client. Ja, stimmt nicht ganz, weiß ich. Aber Nixnote oder Nevernote funktionieren für mich nicht. Sie synchronisieren zwar in auf den Client aber nicht zum Server. Warum konnte ich bisher nicht herausfinden. Eine alternative ist die Webversion von Evernote. Außerdem besitzt das Widget unter Android signifikante Schwächen was den Zugang zu den Notizen angeht.

Eine interessante Entwicklung kann ich bei meiner Probierfreude feststellen. Ich probiere gerne neue Tools aus. Allerdings versuche ich seit dem Educamp eine Konstanz in meine alltäglichen Tools zu bringen. Der letzte große Umstieg war vom Google Reader auf den selbst gehosteten TinyTiny-RSS Server und die dazugehörige App. Ich teste weiterhin gerne. Allerdings ist der Wille zum vollständigen Wechsel sehr klein geworden, da alle Daten möglichst beständig bleiben sollen und nicht ständig durcheinander geraten. Wer schon mal von einem Medienplayer (z.B. iTunes/amarok) zum anderen (banshee/songbird) umgezogen ist weiß was für ein Murx dabei herauskommen kann.

Allerdings überlege ich mir doch mal wieder owncloud anzusehen. Ich nutzte dies schon mal in der Verson 4 auf einem schrecklich langsamen vServer und befand es schlicht für schlecht. Mich interessiert aber durchaus, ob owncloud ein guter Ersatz für Dropbox und die Kontaktverwaltung sein kann.

Ich bin gespannt wie es weitergeht und sich die Perspektive auf Medien mit den aktuellen politischen Entwicklungen weiter verändert.
So lange kann ich nur raten: Verschlüsselt verschlüsselt verschlüsselt.

Persönliches Sooc13

So impliziert man auch eine Echokammer

Mir ist rund um die Blogbeiträge zum Sooc13 etwas aufgefallen, was auch im alltäglichen sehr präsent ist und kaum korrigiert wird.
Viele der Beiträge sind persönliche Berichte von Erfahrungen und individuellen Arbeitsweisen, manche haben diesen expliziten Fokus auf das Individuum nicht. Es wäre also zu erwarten, dass die jeweilige AutorInen auch in der Ich-Form schreibe. Doch sehr häufig finde ich eine Verquickung von man und ich.
Vielleicht fällt das nur mir auf aber diese Formulierungen tragen das Potential in sich einen normativen Anspruch zu transportieren bzw. dem Leser eine Normativität zu unterzujubeln.

Ich finde – achtung normativ – man sollte in einem Blog eher die Ich-Form wählen und nicht einen intransparenten und unsichtbaren Plural im Sinne einer Echokammer ansprechen. Das ist es zumindest, was ich im Alltag und hier im Blog versuche einzuhalten. Das gerät manchmal etwas in den Hintergrund, meistens habe ich das aber vor Augen.