Category Archives: Netz

Kompetenz Netz

amazon.de und Kompetenz

Heute bin ich auf der Jobrecherche unter anderem über Amazon gestolpert. Amazon beschreibt das Bewerbungsverfahren recht genau. Das finde ich ja eigentlich ganz schön und war schon ganz beeindruckt ob des planvollen Vorgehens. Bis ich den Punkt „Was verstehen wir unter Kompetenz“ hier fand.

Amazon sieht das nämlich auf folgende Weise:

Als Kompetenz bezeichnen wir eine bestimmte Qualifikation, ein bestimmtes Wissen, besondere Fähigkeiten oder Verhaltensweisen.

Im weiteren meint Amazon diese Kompetenzen durch ein strukturiertes Interview herausfinden zu können um so ein Höchstmaß an Objektivität und Vergleichbarkeit zu erzielen.

Ich kenne zwar Amazons Zahlen und „Erfolge“ mit dieser Methode nicht aber sie haben da sicherlich ein sehr akkurates Instrument in einem sehr akkuraten Feld bei einer extrem akkuraten Definition am start.

via http://amazon-operations.de/

Netz Tools

Keine Lust auf mitlesende Schlapphüte? PGP jetzt! [Update]

Crosspost von daMax

Ihr wollt nicht, dass jeder Staatsbüttel eure Mails mitliest? Dann wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, endlich mal PGP zu benutzen. Damit könnt ihr schon seit achwasweißichwievielen Jahren eure Mails so verschlüsseln, dass kein Schlapphut mitlesen kann. Der Haken: ihr müsst ca. 15 Minuten eures Lebens investieren, um euch mit dem Prinzip vertraut zu machen und noch einmal ein paar Minuten, um das auf eurem Rechner zu installieren.
Da in den letzten Tagen wenigstens einige der mir bekannten Blogger anfangen, PGP einzusetzen, dachte ich mir, ich klopp‘ jetzt noch mal eine Anleitung heraus, wie PGP funktioniert und wie ihr das selbst einsetzen könnt.

Die Voraussetzungen:

  • Ihr habt eine Mailadresse, an die ihr per POP3 oder IMAP heran kommt. Das geht auf jeden Fall bei GMX, Web.de, T-online und anderen Anbietern; wer eine eigene Domain á la www.huhuichbins.de hast, weiß wahrscheinlich eh Bescheid.
  • Ihr wisst, wie ihr eure Mails in einem eigenen Mailprogramm (Apple Mail, Outlook, Thunderbird o.ä.) lesen könnt. Wenn ihr eure Mails lest, indem ihr z.B. da oben www.gmx.de oder www.web.de eingebt, kann euch vielleicht mit Mailvelope geholfen werden.

Die Funktionsweise:

Verschlüsselung mit öffentlichem Schlüssel und Entschlüsselung mit privatem Schlüssel (Wikipedia)

Das Prinzip der Mailverschlüsselung ist schnell erklärt. Jeder Teilnehmer hat 2 Schlüssel: einen privaten und einen öffentlichen. Der öffentliche wird an alle Leute gegeben, mit denen ihr komminuzieren wollt. Den privaten behaltet ihr immer nur für euch. Nie rausgeben. Klar?

Nehmen wir an, ihr wollt mit Berta verschlüsselt kommunizieren. Ihr gebt Berta euren öffentlichen Schlüssel, Berta gibt euch ihren öffentlichen Schlüssel. Nun könnt ihr Berta eine Mail schicken, die ihr mit Bertas öffentlichem Schlüssel abschließt.

Der Clou:
Mails, die mit Bertas öffentlichem Schlüssel verschlüsselt wurden, können nur mit Bertas privatem Schlüssel wieder lesbar gemacht werden. Will Berta antworten, so verschlüsselt sie mit eurem öffentlichen Schlüssel, diese Mail ist nur mit eurem privaten Schlüssel zu öffnen. Das Ganze nennt sich Asymmetrische Kryptographie und wird bei Wikipedia nochmal mit anderen Worten erklärt.

Das Prinzip der öffentlichen und privaten Schlüssel setzt voraus, dass jeder Teilnehmer seinen privaten sowie die öffentlichen Schlüssel aller anderen Teilnehmer hat. Solche Schlüssel sind reine Textdateien und können prinzipiell per Mail verschickt werden. Komfortabler ist es jedoch, seinen öffentlichen Schlüssel auf einen sogenannten Keyserver hochzuladen, wo sich dann jeder andere den Schlüssel „abholen“ kann. ACHTUNG: bevor ihr den letzten Schritt geht, möchte ich euch dringend raten, ein „Widerrufszertifikat“ (revocation certificate) für euren Schlüssel zu erstellen, denn nur damit könnt ihr einmal auf Keyservern veröffentlichte Schlüssel wieder „aus dem Verkehr ziehen“.

Der praktische Einsatz:

Thunderbird mit EnigMail

Wie ihr nun PGP auf eurem Rechner installiert, euch einen (oder mehrere) private und öffentliche Schlüssel generiert und diese dann einsetzt, haben andere schon besser beschrieben als ich das könnte.

  • Anwender, die ihre Mails mit Thunderbird lesen und schreiben, klicken hier.
  • Mac-Benutzer, die ihre Mails mit Apple Mail lesen, klicken hier für eine kurze oder hier für eine ausführliche Anleitung.
  • Update: PGP für Mac OSX gibt es hier!
    Update: Für Android-User gibt es hier eine offenbar ganz gute Anleitung, leider auf englisch. Allerdings ist zur Schlüsselerstellung wohl trotzdem Thunderbird mit EnigMail nötig. Wenn ihr etwas besseres wisst: her damit.

  • Update: es gibt noch einen PGP-Nachbau für Android.
    Update: Für iPhoneBesitzer gibt es auch eine PGP-App.

  • Leute, die ihre Mails nur im Browser bei einem Webmailanbieter wie z.B. web.de oder gmx.de lesen, probieren es vielleicht mal mit Mailvelope, damit habe ich aber keine Erfahrung. Für diese Menschen wäre es sowieso dringend an der Zeit, sich Thunderbird herunterzuladen und sich an die Arbeit mit diesem großartigen Mailprogramm zu gewöhnen. Ganz im Ernst: ihr werdet es lieben, wenn ihr euch nur einmal darauf einlasst.

Nur Mut. Macht es! Wenn ihr noch niemanden zum Testen habt, hinterlasst hier einen Kommentar mit Mailadresse, ich helfe euch gerne bei den ersten Schritten ind die kryptographische Welt. Natürlich ist Mailverschlüsselung nur ein kleiner Teil des Bildes, ein sicheres Passwort gehört z.B. zwingend dazu. Wie ihr euch ein solches erstellt und es euch trotzdem merken könnt und viele weitere Tipps für den Digitalen Survivalist findet ihr hier.

In diesem Sinne:

mQENBE8Lc4MBDADA/TMcFWnNu5i7OtxxmJA3fxdVjYjwRjqJsSuzI7pSYfAMLbWNeLGo/dHW
WCGO1RZT3bupUo8qfa8bL0wjjoH+q0CGMNZQMXyxH1cMILFMiWsL7eqCbHxfb68VGDgYhkgP
BhmEBxesMr5C2YVPjLkP4hAizi4/Uavn0yWUy0WDn7TN8wiSqV666nTMjdAuHPzT3gTNDd+v

PS: dieser Text darf so oft kopiert, angepasst, zensiert, restauriert, ausgedruckt, geschreddert, wiedereingescannt, verschickt, verfaxt und verbloggt werden bis das Internet platzt.

Update: Matze weist mich darauf hin, dass ich das wichtigste Vergessen habe: Fingerprints, gegenseitiges Unterschreiben der Schlüssel etc.

Zwei Videos finden sich auch noch unter netzpolitik.org

Damit ist eigentlich alles gesagt:
http://todamax.kicks-ass.net/2013/pgp-jetzt-2/#more-55017

Netz Sooc13 Tools

Gibt es Bedarf für einen sooc13 IRC Channel?

IRC ist eines der ältesten Protokolle des Internets und es wird nach wie vor rege genutzt. Und ich habe mich schon so häufig gefragt, warum die Chatsysteme von Facebook, Google und Konsorten so rege benutzt werden. All das kann der IRC auch.
Auch Twitter und ADN sind eher Linkschleudern als Kommunikationsplattformen. Ich will nicht dagegen reden, denn als Inputkanäle nuztze ich gerade letztere auch sehr gerne.
Der Blogbeitrag iKonnektivismus im Unternetz von myrmikonos greift genau dieses Thema auf und hat mich veranlasst einfach mal Nägel mit Köpfen zu machen.

Die Clients

Eine gute Übersicht über Clients findet mensch hier. Ich möchte auch noch Pidgin vorschlagen. Pidgin ähnelt Clients wie ICQ oder anderen Messenger Programmen wie Trillian etc. und kann auch mit dem IRC umgehen. Eine sehr umfassende Auflistung aller Clients und ein Vergleich ihrer Funktionen findet sich hier (Englisch).

Unter Linux benutze ich eigentlich immer XChat oder irssi. Letzterer ist Konsolenbasiert und weniger für den gemeinen User geeignet.
Leider ist Xchat unter Windows keine freie Software. Es Gibt eine 30 Tage Testphase, ebenso das beliebte mirc.

Daher habe ich jetzt mal testweise aus dem ersten Link Quassel und Nettalk installiert und getestet. Beide sehen eben aus wie IRC Clients unter Windows aussehen, wobei Quassel trotz des Namens weniger bunt daher kommt und mir besser gefällt.
Ein weiterer Pluspunkt von Quassel ist, dass die SSL Verschlüsselung direkt integriert ist. Bei Nettalk ist dies ein Plugin, welches bei meinem Test eben den Dienst scheinbar verweigerte.

Einrichten des Netzwerks

Nach der Installation eines Clients muss man diesen entsprechend einrichten.
Dazu sucht mensch den entsprechenden IRC Server aus. Beispielsweise sind irc.freenode.net oder irc.quakenet.org in den meisten Clients bereits eingerichtet.
Es muss also nur noch ein Nickname sowie der echte Name eingetragen werden. Das Eintragen des echten Namens wird nicht überprüft, gehört aber zur Nettiquette des IRC Netzes.
Ich habe nun einen sooc13 Channel im freenode Netzwerk eröffnet. Den können alle betreten.
Sucht dazu in der Serverliste den irc.freenode.net oder chat.freenode.net Server heraus oder tragt ihn von Hand ein.
Der Port ist meistens 6665, es gibt aber noch viele mehr. Freenode bietet z.B. unter dem Port 7000 einen Zugang via SSL an. Also wird die Kommunikation zwischen Client und Server verschlüsselt. Ich finde das wichtig.

irc.freenode.net/7000 für SSL
irc.freenode.net/6665 ohne SSL

Anschließend werdet ihr aufgefordert einem Channel Beizutreten. Channel im IRC Netz fangen immer mit einer Raute # wie bei Hashtags an. Der richtige Channel lautet daher

#sooc13

Anschließend seid ihr im Channel #sooc13 und könnt loslegen mit konnektivistischen Aktivitäten.

Bildung Netz Organisation Sooc13 Tools

Meine PLE wird nie fertig sein!

Seit einigen Tagen versuche ich mich in das Thema PLE (personal learning environment) einzuarbeiten und meine eigene PLE zu visualisieren und zu reflektieren.
Dies wollte ich in meinem selbst gehosteten Wisemapping Tool zum erstellen von Mindmaps machen. Leider lassen sich bei dem Tool nur einfach verbundene Mindmaps machen. Verbindungen zwischen zwei Unterpunkten funktionieren nur über separat hinzufgbare Pfeile.

Nachdem ich mir einige andere PLEs angesehen habe, habe ich alles zusammengetragen was mir eingefallen ist.
Herausgekommen ist eine Mindmap im Rahmen der Möglichkeiten von Wisemapping. Vor allem aber ist sie nicht fertig. Ich denke sie wird auch nicht fertig. Wie Anja Lorenz schreibt, ist die PLE auch Kontextabhängig. In meinem Ansatz wollte ich aber mal versuchen möglicht alles zu integrieren, unabhängig vom Kontext.

Meine PLE

Fazit

Eines ist mir aber dabei deutlich geworden, meine PLE wird nie fertig sein. Die Visualisierung ist spannend und funktioniert für mich gut, weil es keine Soll- oder Normwerte gibt und auch keine Bewertung (im schulischen Sinne) stattfindet. Rückmeldung hingegen interessiert mich sehr.

Darüber hinaus finde ich bei digitalen Tools wichtig, dass ich mich daran halte. Ich tendiere zum ausprobieren von vielen verschiedenen und neuen Tools. Dabei schleicht sich gerne auch mal etwas Chaos ein à la „Wo war das nochmal?“ Diese – und ich mag das Wort aus irgendwelchen Gründen nicht – Workflows zu visualisieren ist für mich daher sehr spannend.

Android Netz Organisation Tools

tt-rss als vollwertiger Ersatz für den Google Reader?! [2. Update]

Tiny Tiny RSS

Aufgrund des Beitrages auf der von mir sehr geschätzten Seite Linux und ich und weil ich, wie so viele andere, auf der Suche nach einer neuen RSS Lösung als Ersatz für den Google Reader war habe ich mir Tiny Tiny RSS auf meinem Server installiert und ausprobiert. Über meine Eindrücke will ich hier berichten.

Die Installation selber ist nicht schwierig, vorausgesetzt man kennt alle Zugänge. Da mein Server von einem Freund administriert wird musste er mir die Datenbank anlegen und die Automatisierung erstellen.

Daher habe ich die Installation auf einem Notebook mit Ubuntu 13.04 getestet. Allerdings nicht per apt-get, sondern in Form des tar Archivs. Das war nicht weiter schwer und ist im Wiki und bei Linux und ich gut beschrieben.

Meine Kriterien für einen guten RSS Reader

  • vollwertiger Ersatz für den Google Reader
  • wenig Eyecandy und trotzdem nicht hässlich
  • Plattformunabhängig bzw. -übergreifend
  • kostenfrei / open source
  • adäquate Geschwindigkeit

TT-RSS

Mir war insgesamt am wichtigsten, dass tt-rss den Google Reader wirklich vollwertig ersetzt. Ich bin in dieser Hinsicht generell etwas skeptisch, denn meiner Erfahrung nach sind viele Google Produkte leider wirklich gut und Alternativen können da einfach nicht wirklich mithalten.

Den Google Reader macht für mich sein Minimalismus aus. Kein unnötiger Zauber, kein überflüssiger Eyecandy. Es ist auch kein nervendes Plugin oder Ähnliches nötig wie bei feedly, welches mir überhaupt nicht zugesagt hat. Zu viel Schnick Schnack in Form von bunten, sich bewegenden Menüpunkten, einem permanent sichtbaren Symbol in der Bildschirmecke und dann auch noch ein Browserplugin. Sowas will ich nicht.

gReader Pro Beta in Komination mit tt-rss
gReader Pro Beta in Komination mit tt-rss

Außerdem muss es auf allen Plattformen die ich benutze funktionieren. Also auf Windows bzw. Web, Linux und Android. Im Grunde geht ja alles per Webinterface. Doch gerade auf dem Smartphone sind auch Quadcore Prozessoren mit solchen Webseiten manchmal überfordert. Über den PC hingegen nutze ich nur das Browserplugin und das sollte eben, wie in den Kriterien schon erwähnt, nicht hässlich sein. Häufig gibt es ja tolle Software, die einfach am Design scheitert. Beim Design schrammt tt-rss knapp an einem Auschlusskriterium vorbei. Die mitgelieferte Oberfläche ist nicht gerade schön in meinen Augen. Sie ist nicht schlimm, könnte aber besser sein. Aber dann, stellt sich heraus, tt-rss ist via css anpassbar und besser noch, die community scheint schön aktiv zu sein. Ich verwende jetzt beispielsweise einen Google Readeresqes Theme. Sehr zurückhaltend und minimalistisch. Mich stört nur die Scrollbar auf der linken Seite. Aber insgesamt schon sehr gut und im Grunde genau das was ich will.

Ebenfalls sehr wichtig war die Möglichkeit des Umzugs. TT-RSS bietet hier gleich zwei Wege. Zum einen den Import der OPML Daten aus Google Takeout und zum Anderen den Import über ein aktivierbares Plugin. Ich habe mich für den Umweg über die OPML Daten entschieden, da ich die so oder so schon von Google heruntergeladen hatte.

Screenshot von meiner tt-rss Installation mit einem google reader alike theme
Screenshot von meiner tt-rss Installation mit einem google reader alike theme

Plugins

TT-RSS eigene App
TT-RSS eigene App

Plugins sind ein weiteres Merkmal von tt-rss. Auch diese gibt es zahlreich und die Community ist auch hier aktiv. Ich habe mir Plugins installiert, mit denen ich Feedinhalte schnell mit google+, pocket und twitter teilen kann. Leider konnte ich den tt-rss Dienst noch nicht neu starten damit die Plugins neu geladen werden, denn bisher funktionieren diese leider nicht. Ich hoffe aber, dass sich dieses nach einem Neustart des Dienstes ändern wird. Das Plugin zum einbinden von Youtube Videos funktioniert hingegen einwandfrei.

Vorteil des Google Readers, er ist in der Reaktionszeit schneller. Artikel werden quasi in Echtzeit als gelesen markiert. Hier hat tt-rss ein wenig das Nachsehen. Dabei ist dies abhängig vom Internetzugang. Auf der Arbeit sitze ich hinter einer VPN Verbindung, welche alles etwas zäher macht. Aber über G3 auf dem Telefon kann ich mich nicht beklagen und auch über die schnelle Leitung zu Hause fällt das kaum mehr ins Gewicht.

Es ist außerdem ein Update Plugin integriert. Ich bin gespannt ob dieses problemfrei arbeiten wird. Ich werde darüber berichten sobald das erste Update zur Verfügung steht.

Mobiler Zugang

Nachdem man in den Einstellungen den Zugriff auf die APIs eingeschaltet hat, ist es möglich sich mit einer externen App mti tt-rss zu verbinden. Ich benutze dazu gReader Pro Beta auf meinem Nexus 4 und es läuft wunderbar. Ich erkenne quasi keinen Unterschied zur Verbindung mit dem Google Reader vorher. Die eigene App von tt-rss habe ich nur zu Testzwecken kurz in der kostenlosen Version installiert. Dies ist eine sieben Tägige Testversion. Insgesamt sieht das auch ordentlich aus und besitzt viele Einstellmöglichkeiten inklusive den Möglichekeiten alle SSL Zertifikate zu akzeptieren und eine HTTP Authentifizierung zu integrieren, wenn man tt-rss lieber mit einer .htaccess Datei  zusätzlich schützen möchte.

Außerdem

Zwei Sachen, die für den einen oder anderen von Bedeutung sein können sind die Kostenfreiheit und die Möglichkeit mehrere User einzurichten.

TT-RSS ist lizensiert unter der copyleft Lizenz GNU GPL und steht gratis als Download zur Verfügung.

Zudem wird während der Installation der Benutzer Admin angelegt und man soll sich einen Benutzer Account einrichten. Es sind aber auch mehrere voneinander unabhängige Benutzerkonten möglich.

Der letzte Punkt war für mich ausschlaggebend gewesen doch keine $30 in Fever zu investieren, denn so kann ich auch meiner Freundin einen Account einrichten und sie kann ihre Feeds über die selbe Ressource eigenständig verwalten.

 

[UPDATE]

Mittlerweile gibt es eine neue APP. Sie heißt News+ und ist in einer frühen Beta Phase. Sie ist hier  zu bekommen. Es handelt sich dabei um eine modulare Neuentwicklung des gReader. Unterstützung für tt-rss gibt es in form eines Plugins welches als separate apk zu installieren ist.

[/UPDATE]

[2. UPDATE]

Ich bin mittlerweile zur tt-rss app übergegangen, weil ich es als Unding empfinde erst tt-rss support anzubieten, es dann in eine neue APP zu überführen und die Funktionalität gleichzeitig aus gReader pro zu entfernen. News+ soll dann auch wieder Geld kosten. Der Gedanke dahinter ist, dass gReader pro die großen Anbieter von RSS Feeds unterstützen soll und News+  dann auch viele kleinere per modularer Plugins.

Über die Sinnhaftigkeit dieses Ansatzes lässt sich sicherlich diskutieren. Nur leider funktioniert gReader für mich in der Zwischenzeit nicht mehr und News+ befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase. Da gebe ich lieber das Geld für die tt-rss App aus, welche mir mittlerweile auch sehr gut gefällt und vor allem auch perfekt zum Server passt. Auf dem Handy lese ich RSS Feeds mittlerweile schneller als über das Webinterface, was möglicher Weise an den Plugins liegt. Aber das ist reine Spekulation.

Für mich ist gReader pro gestorben.

[/UPDATE]

 

Ich freue mich über Kommentare zu diesem ersten etwas längeren Beitrag auf meinem noch frischen Blog.

 

Features von tt-rss.org

 

Bildung Netz

#echh13 ich, wir, die, alle, du, und die verdammte Kompetenz – Mein persönlicher Rückblick

NameTag

Es war mein erstes Educamp, mein erstes richtiges Barcamp und es war einiges mehr.
Spannend und aufschlussreich war es, das kann ich schon sagen.
Ich bin quasi ohne Erwartungen nach Hamburg gefahren und doch mit der Hoffnung, dass alles toll werden wird. Allerdings waren einige Fragezeichen mit an Bord. Aber um es vorweg zu nehmen. Alles war toll!

#echh13
Educamp Hamburg 2013

Fragezeichen gab es bei mir vor allem, weil ich zurzeit kein Projekt bzw. keine Arbeit habe, die ich direkt in den Kontext des Educamp stellen konnte. Die Frage nach meinem Bezug zum Camp stellte sich aber für mich. Außerdem kannte ich bis dahin nur @gibro. Ich habe ihn auf der Hinfahrt kennen gelernt.
Schnell war aber klar, dass ich mich auf dem Camp grundsätzlich wohlfühlen werde. Tolle Atmosphäre, liebe Menschen und ich durfte mein Namenschild selber mit einem Wal und einem Petunientopf versehen. Da konnte ja nix mehr schief gehen. Sogar eine Slackline war vorhanden.

Die Sessions waren für mich etwas durchwachsen. Die Session für Neulinge nahm ich mit, um auch wirklich alle Kulturellen Codes eines Educamps zu lernen und ein wenig mehr anzukommen. Dann ging es los. Eine Session fand mangels Interesse nicht statt, Markdown habe ich irgendwie völlig verpennt und einige andere Sessions waren anscheinend total spannend – nur mir schien das nicht so ganz bewusst gewesen zu sein. Dennoch kam ich auf meine Kosten. So war mir zwar im Bereich informelles und formelles Lernen das meiste bekannt aber es war spannend das aus einer anderen Perspektive zu hören.
Leises Lernern von @lammatini war mein persönliches Highlight, wenn ich mal von der Sahnehaube auf der Kuchensession absehe. Ein sehr spannendes Thema, welches noch zu interessanten Gesprächen zwischen den Sessions und beim Frühstück geführt hat.

Für Berlin nehme ich mir vor auch eine eigene Session zu machen. Denn in Hamburg bin ich dann doch noch etwas vor meiner eigenen Courage zurückgeschreckt und habe mein Thema nicht zur Session gemacht. Nächstes mal werde ich sicher Teilgeber.

Die Sache mit der verdammten Kompetenz. Das Thema begleitet mich einfach schon lange und ist für mich durchaus kontrovers. Allerdings beschäftigte ich mich überwiegend im Rahmen des deutschen Qualifikationsrahmens mit dem Thema. Das Educamp war der erste größere Rahmen in dem ich mich mal umhören konnte was andere dazu denken. Mein twtpoll lief aber leider nicht ganz so gut. Dennoch kamen zwei verschiedene Antworten.
Zum einen sagt @jmm_hamburg bei Kompetenz gehe es darum „später Probleme lösen zu können, die heute noch nicht zu bestimmen sind“
und zum anderen sagt @heinz: „Häufig irreführender Begriff, der die Voraussetzungen für Performanz als obskure Qualität in Individuen projiziert. Siehe: Medienkompetenz“
Aus den Gesprächen vor Ort nehme ich noch mit, dass auf dem Educamp sich die Frage nicht gestellt wird. Der Ansatz ist ein viel pragmatischerer wie mir scheint. Theorie hin oder her, Hauptsache es wird gut.
Ich komme halt gerade erst von der Uni. Die Theorie ist noch sehr präsent.

Insgesamt war ich beseelt und gut gelaunt als das Educamp vorbei war. Es war toll und ich komme wieder.
Außerdem ist die Motivation, diesen Blog zu starten aus dem Educamp hervorgegangen. Das ist doch mal ein Ergebnis.

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