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Linux Technik

[Arch] auf dem Thinkpad – Endlich [Update]

Screenshot

Endlich, endlich. Die Erkältung genutzt, um Windows vom Notebook herunterzuwerfen und dafür ein verschlüsseltes Archlinux zu installieren.
Insgesamt hat das gut funktioniert. Auch wenn doch noch einige Sachen offen bleiben. Schwierig war vor allem mich von der bekannten Struktur mit mehreren Partitionen, welche einzeln verschlüsselt sein sollten zu verabschieden. Es funktioniert leider nicht wirklich gut root und home in eigene Partitionen zu legen und diese per Passphrase beim booten nacheinander zu entsperren. Meistens wurde nur die Passphrase für die root Partition abgefragt und anschließend ging es nicht weiter. Somit bin ich auf die weit verbreitete, mir aber nicht so geläufige, Variante mit LVM umgestiegen. Somit sieht die Plattenorganisation in etwa so aus:

+————————————+
|-> hda |
|–> hda1 –> /boot |
|–> hda2 –> /efi |
|–> hda3 –> LVM //Verschlüsselt |
| +–> rootvol |
| +–> homevol |
| +–> datavol |
+————————————+

Beim booten muss somit nur hda3 mit der Passphrase entsperrt werden. Vorteilhaft ist, dass die Partitionen im LVM leichter zu verändern sind. Stellt sich bspw. die Datenpartition als obsolet heraus kann ich diese einfacher entfernen und home vergrößern.
Weitere Vor- und Nachteile müssen sich im Laufe der Zeit noch zeigen.

Dank dieser Anleitung und diversen Seiten aus dem ArchWiki habe ich jetzt ein bisher gut Funktionierendes System inklusive Gnome laufen.
Vor allem die Postinstallations Anleitung im Bereich Xserver etc. hat gut geholfen um ein sauber laufendes System zu haben.
Das einrichten des Systems nach meinen Wünschen ging dann auch ziemlich fix. Ein paar besonderheiten des Thinkpads ließen sich einfach mit kurzen Suchen im Wiki lösen. Beispielsweise besitzt das Gerät einen Trackpoint samt zusätzlicher Mausbuttons sowie ein Touchpad. Beides funktioniert inklusive Scrollen via Trackpoint. Das Touchpad wirkt sogar sensibler und direkt denn je.

Bei der Installation der Grafiktreiber war ich mir nicht so sicher. Denn das Notebook besitzt eine hybride Grafikkarte bzw. Grafikkarten:

00:02.0 VGA compatible controller: Intel Corporation 2nd Generation Core Processor
Family Integrated Graphics Controller (rev 09)
01:00.0 VGA compatible controller: Advanced Micro Devices, Inc. [AMD/ATI] Whistler
[Radeon HD 6630M/6650M/6750M/7670M/7690M] (rev ff)

Auch dazu gibt es eine Lösung aus dem Arch User Repository (AUR). Es sind erstmal beide Open Source Treiber installiert und ein Script sorgt per Konsolenbefehl für das Umschalten:

vgaswitcheroo_start.sh bzw vgaswitcheroo_stop.sh

Ob das wirklich funktioniert muss ich erst noch herausfinden. Da ich das Notebook selten ohne Kabel benutze bzw. dieses nie weit weg ist ist mir das vorerst egal. 720p Youtube Videos laufen jedenfalls ohne zu ruckeln und die grafischen Spielereien von Gnome auch.
Jetzt gilt es mal ein wenig weiter zu testen und zu schauen wie gut sich Archlinux mit dem Rollingrelease auf einem Notebook bewährt. Ggf. Mache ich noch CrossoverOffice drauf und installiere MS Word. Dann bin ich komplett unabhängig von Windows als Betriebssystem, auch wenn weiterhin MS vorhanden ist. Mit anderen Winowmanagern z.B. tiling windowmanagern à la Openbox, Herbstluftwm etc. teste ich ggf. auch noch etwas rum. Aber ich mag Gnome. Vermutlich bleibe ich sowieso dabei.

[UPDATE]

Es stellte sich heraus, dass der ATI Treiber irgendwie die Lüftersteuerung blockiert. Was logischer Weise nicht gut ist. Das deaktivieren des Treibers und auch der Hybridgrafik im BIOS haben Abhilfe geschafft. Schade eigentlich, aber das Teil funktioniert auch so ganz gut.

[/UPDATE]

Linux

Experiment Arch Linux

ArchlinuxLogo

Warum ARCH?

Ich überlege mein Notebook auf Linux und umzustellen. Zur Zeit ist Windows 7 installiert und es leidet an den typischen Windows Symptomen. Es wird langsamer und langsamer und zuletzt sind sogar ein paar Bsod aufgetaucht. Soweit so bekannt. Mich nervt das und außerdem ist es halt Microsoft. Die Lizenzierung und die Quelloffenheit von Linux sagen mir sehr viel mehr zu. Was ich eigentlich vermeiden will ist mein System ständig neu installieren zu müssen. Das ist bei den Releasezyklen von Linuxdistributionen wie Fedora oder Ubuntu,  die gerne mal sechs Monate sind,  halbwegs schwierig wenn das System aktuell bleiben soll. ARCH Linux kennt keine richtigen Releasezyklen,  da es das Rolling Release Prinzip einsetzt.
Bevor ich diesen Schritt auf meinem Lenovo Edge 520 gehe will ich Arch erstmal kennen lernen. Dazu habe ich mir ein altes HP Notebook her genommen.

Vorbereitung der Installation

Zur Installation habe ich mir diverse Wiki Artikel bzw. Anleitungen durchgelesen. Schließlich habe ich dann aber diese Anleitung auf YouTube  verwendet um mich durch die Installation zu hangeln.
Abgesehen von der Partitionierung habe ich mich exakt an diese Anleitung gehalten.
Für die Partitionen benutze ich GPT. Mir erschien es sinnvoll separate Partitionen für /boot, /home und / anzulegen (Code 8300). Zudem noch swap (8200) und eine 3mb große Partition welche eine BIOS Boot Partition ist. Der hex code für dieses Dateisystem ist ef02. Mir ist nicht zu 100% klar wozu diese Partition benutzt wird, aber sie ist ein notwendiger Bestandteil für die Installation bei der Verwendung von GPT. Anschließend werden alle Partitionen außer swap mit mkfs.ext4 /dev/sdX/ mit einem Dateisystem versehen (Es muss natürlich nicht ext4 sein). Der Swap wird noch mit mkswap /dev/sdX eingerichtet. Anschließend muss dieser noch mit swapon /dev/sdX aktiviert werden.

Ein Unterschied zum Lenovo Notebook ist, dass das HP kein UEFI BIOS hat. Mit den Besonderheiten muss ich mich also später auseinander setzen. Dies ist aber auch mit der Verwendung von GPT verbunden.
Bei der Installation von Grub2 wurden dann einige Fehler ausgegeben, die ich persönlich nicht wirklich zuordnen konnte. Neben den Fehlermeldungen wurde aber auch ausgegeben, dass vm-linuz Installiert wurden. Daher entschloss ich mich es bei meinem Testsystem drauf ankommen zu lassen und einfach mal neu zu booten. Und es funktionierte ohne Probleme.

Eine GUI installieren

Nach der Installation gelangt man in ein Konsolensystem und kann von hier aus das System gestalten wie es einem beliebt. Ich wollte noch eine grafische Umgebung installieren. Da ich Gnome mag entschied ich mich dafür dies auch unter Arch zu installieren.
Der Paketmanager pacman macht dies denkbar einfach. Obwohl Arch das Buildsystem von gentoo benutzt muss hier nichts kompiliert werden. Arch bietet bereits kompilierte Pakete, somit geht die Installation auch schnell. Mit dem Befehl pacman -S gnome xorg wird die Installation angestoßen. Xorg muss dabei angegeben werden um ein grundlegenden Server für die grafische Darstellung von Oberflächen wie gnome zu ermöglichen.
Jetzt wird getestet und herum probiert und gelernt wie diese Distribution funktioniert. Ich hoffe, dass sich Arch als alltagstauglich herausstellt.