[#ECB13] Educamp in Berlin

Vorab: Nur Android!

Nametag Educamp Berlin 2013
Nametag Educamp Berlin 2013

Mein persönliches kleines Projekt für das Wochenende war es, lediglich mit zwei Android Geräten durch das Educamp zu kommen und damit meine eigene Doku zu machen.
Dazu hatte ich mein Handy, ein Nexus 4, und ein Nexus 7 (2013) dabei. Auf ein 10″ Tablet wie in Hamburg habe ich verzichtet, weil das Gerät, Acer A510 mit CyanogenMod 10.2, nicht einwandfrei funktioniert. Zwei Geräte also, die mich durch Berlin und durch das Educamp bringen sollten.
Auf der Softwareseite sollten mir dazu vor allem Evernote dienen. Ich hatte aber auch Etherpads auf meinem eigenen Server zur Verfügung stehen. Pro Session sollte also ein Etherpad oder eine Evernote Notiz angelegt werden. Speziell für Guidos Session kamen auch noch plumble, Android IRC (bzw Ein Umweg über eine SSH Verbindung via JuiceSSH) und Xenim zum Einsatz. Leider, und das hat es in vielen Momenten des Educamps erschwert, war das Wlan einfach nicht gut genug um eine konstante Verbindung zu ermöglichen. So war es teilweise unmöglich im Etherpad zu schreiben, Guido bei Xenim zu folgen, ihm bei den Shownotes zu helfen oder simpel den Sessionplan einzusehen. Das ist aber kein Vorwrf. Das Wlan ist von der Schule und hängt mit dieser zusammen, hat also nichts mit der Orga zu tun. Ich hatte auch einen Plan B, und zwar Sketchnotes zu zeichen. Ich habe leider keine einzige gemacht. Der Kampf mit der Technik war zu zeitraubend, sodass ich lieber für mich zugehört und mitdiskutiert habe. Schade, wie ich finde, denn auf dem Mobile Learning Day, mit perfektem Netz, in der Woche darauf, hat sich der Einsatz der Geräte & Softwarekombination sehr bewährt. Für das nächste Educamp bereite ich mich auch auf eine offline Alternative vor. Evernote bietet dies ja bereits, allerdings war ich zu sehr mit der Technik selber beschäftigt, die ja eigentlich nicht zum Thema werden sollte.

Die Sessions

Mir hat das Educamp definitiv Spaß gemacht, es war nicht mehr die große Überraschung, wie mein erstes Educamp in Hamburg, aber definitiv gut. Natürlich haben Berlin und seine Möglichkeiten auch noch ein wenig dazu beigetragen, dass ich morgens etwas mehr Kaffee brauchte.

Ich bin in die maximale Anzahl von Sessions gegangen, die ich aufnehmen konnte, und habe mich eingebracht wie ich es für sinnvoll erachtete. Leider habe ich wieder keine eigene Session angeboten. Meine Themen und ein wenig Unbehagen darüber, ob es überhaupt jemanden interessieren würde, hielten mich ab. Komisch eigentlich, war doch die für mich wertvollste Session die letzte zum Thema digital Natives. Nicht nur, weil es kontrovers zuging, was ich gut fand, sondern auch, weil mir das Themengebiet liegt. Kompetenzen halt. Jetzt muss ich das mit der Session zu Kompetenzen auf Frankfurt verschieben. Mensch weise mich doch bitte vorher nochmal auf mein Vorhaben hin.
Entgegen anderer Kritiken, habe ich eigentlich keine der Sessions als Werbeveranstaltung empfunden. Vielleicht habe ich diese Sessions gut umschifft.

Guidos Session zu mumble fand ich sehr spannend, wollten mir doch, nach seiner Ankündigung, nicht so recht Anwendungsszenarien für mumble einfallen, außer eines digitalen Lesekreises. Wozu aber unbedingt mumble?! Klar, ich kann es selber hosten. Aber wo sind die weiteren Mehrwerte? Es braucht nicht noch mehr Mehrwerte, es ist bereits der essentielle Mehrwert von Mumble. Ich kann es selber hosten und es ist verschlüsselt. Es hat mich sehr gefreut, dass Guido dies aufgenommen hat, da meine Wahrnehmung der Menschen, die sich in Zeiten von NSA & Co im Internet bewegen, eher eine unkritische Sichweise wiederspiegelt. Es tat also gut, auch mal diese Entwicklungen aufzugreifen und auf Alternativen hinzuweisen.

Die Mini-Fortbildung, war die eine andere herausragende Session. Es war spannend aber auch irgendwie ein wenig Ostereierpädagogik im Stile der Schule. Das Wissen wird versteckt und ich soll es suchen. Das nervte mich zum Ende der Session zunehmend. Da die Session – als Wissensvermittler – insgesamt etwas aus dem Rahmen fiel war das aber nicht weiter schlimm. @PeterMonnerjahn">@PeterMonnerjahn weiß auf jeden Fall wovon er da spricht. Inhaltlich hängt mir die Session sehr nach, nicht nur, weil ich viele native Speaker an diesem Wochenende getroffen habe, sondern auch mit dem Hintergedanken, die Dinge mal mehr mit System zu betrachten oder mehr nach Systemen zu suchen.

Die digital natives. Wie definiert sich dieser Begriff eigentlich? Für mich sind es diejenigen Menschen, die komplett im digitalen Zeitalter aufgewachsen sind. Mit allen Möglichkeiten und „Gefahren“. Ihnen ist nicht mehr klar, wozu man einen Bleistift in Verbindung mit einem Bleistift benötigt, um mal ein Meme aufzugreifen. Aber müssen Sie deswegen wissen wie man binär rechnet? Müssen sie wissen wie Halbleiter funktionieren? Differenziert sich diese Generation nicht eher so sehr im digitalen Feld aus, dass dies überhaupt nicht mehr möglich ist? Ein großer Streitpunkt in dieser Session. Letztlich kann all das helfen diese Welt zu verstehen. Doch wenn ich einen Text ins WWW hinausjagen möchte brauche ich nicht zu wissen, dass es schwarze Löcher innerhalb der Weltweiten Internetstruktur gibt. In Analogie dazu muss ich auch nicht wissen wie genau Benzin gewonnen und produziert wird, um ein Auto zu bewegen. Auch Demokratie weist Analogien auf. Doch muss ich alles wissen um mich demokratisch einzubringen? Die Lösung liegt vermutlich in der Mitte oder im Einzelfall. Ich plädiere für eine radikal konstruktivistische Sichtweise. Es schadet nicht Hintergründe zu kennen, doch jeder strickt sich sein eigenes Netz. Alles andere sind politische und pädagogische Fragen. Die Session ist also vom ursprünglichen Thema abgekommen und hat sich zu einer Diskussion über die Definitionen ausgeweitet. Das war meiner Meinung nach auch gut so, da wir alle aus unseren Filterblasen heraus argumentieren und dieser Abgleich mal wieder geholfen hat dies ein wenig anzupassen. Mir zumindest.

Ähnlich wie bei Guidos Sessions zu Mumble ging es mir bei der Session zu Minecraft. Ich kenne das Spiel und mag es sehr. Dennoch hatte ich ein dickes „cannot compute“ im Kopf als es darum ging mir zu überlegen wie sich Minecraft für die Bildung einsetzen ließe. Kelvin überraschte mich dann mit dem Einsatz in Bibliotheken. Aber ich fand es super, dass er mithilfe von Minecraft Szenen der klassischen Literatur nachbauen lies. Naheliegender war da schon die Verwendung für den Architekturbereich. Sehr spannend, nicht zuletzt auch weil das Spiel zur hälfte von einem kleinen Jungen erklärt wurde und eine interessante Sichtweise auf das Spiel brachte! TNT ftw!

Soweit von meinen Eindrücken, die jetzt eigentlich schon viel zu lange gereift sind und nicht mal alle Sessions umfassen.

tbc.

Alle besuchten Sessions

Ich habe mir diese Sessions auf dem Educamp angesehen:

  • Was kann man mit Mumble machen? Anbieter: @gibro">@gibro
  • Mini-Fortbildung: Systematik der Zeiten des Englischen – Mit System einfacher lernen Anbieter: @PeterMonnerjahn">@PeterMonnerjahn
  • CC-BY-SA …und dann Anbieter: @anjalorenz
  • Geschichten erzählen Anbieter: Herbert
  • eduRadio Anbieter: @gibro">@gibro @gestatten @ralfa
  • Neue Lernwelten in Minecraft-Ansätzen von Interesse geleitetem Lernen Anbieter: Kelvin
  • Virtuelle Teams – Wie kann Teambuilding auf Distanz funktionieren? Anbieter: @lina21
  • Kernkomptenzen Digital Natives – mehr als Facebook? Anbieter: @est_online

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